Gibt es eine Handschrift des Ruderlehrers?

Komplexe Analyse von sportmotorischen Lehr/Lern-Prozessen

von Volker Lippens


  1. Einleitung
  2. Kriterien für den Lernprozeß
  3. Zur Theorie der Subjektiven Theorien
  4. Zur Rahmenkoordination der Ruderbewegung
  5. Untersuchungsanordnung
  6. Datenbasis
  7. Lernverläufe von Ruderanfängern
  8. Das Wissen von Lernern
  9. Die Handschrift des Ruderlehrers
  10. Literatur


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Zusammenfassung:

Neuere Überlegungen der Bewegungslehre gehen davon aus, daß Lehrer bei ihren Interventionen die mehr subjektive Innensichts-Perspektive der von ihnen betreuten Lerner berücksichtigen sollen (vgl. KAMINSKI 1972, KÖRNDLE 1983, LIPPENS 1992). Sie müssen sich also sowohl als Experten für die Außensicht als auch für die Innensicht der Bewegung ausweisen! In einer Reihe von Untersuchungen haben wir ein Verfahren entwickelt, mit dem Interventionseffekte in Lern- und Optimierungsprozessen systematisch untersucht werden können (vgl. LIPPENS 1993). In Anlehnung an das Forschungsprogramm von GROEBEN u.a. (1988) benutzen wir dabei eine spezielle sportartbezogenen Kartenlegetechnik, um die Subjektiven Theorien der Sportler und Lehrer zu (re-) konstruieren. Die bisherigen Ergebnisse der Interventionsstruktur zwischen Lernern und Lehrern im Rudern legen den Schluß nahe, daß die sportartspezifische Inhaltliche Einflußnahme von Lehrern in Lernprozessen überschätzt wird. Eine Handschrift des Ruderlehrers konnten wir weder in den Auswirkungen des Bewegungsverhaltens noch in den Entwicklungen der Subjektiven Theorien finden!


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